puntoyaparte – woher der Name kommt

puntoyaparteAls ich mich 2005 mit puntoyaparte selbstständig machte, besuchte ich einige Seminare über Existenzgründung. Man hat uns u.a. gesagt, dass man neben Logo und Farbe auch einen Namen suchen könnte. Freiberufler benutzen häufig einfach ihren Namen, und setzen die Dienstleistung, die sie anbieten, unter ihren Namen. Andere gehen den umgekehrten Weg: ihre Firma hat einen Kunstnamen, darunter setzen sie die Dienstleistung, und im Falle von Freiberuflern, den vollen Namen hinzu.

Ich hatte am Anfang überlegt, meinen Namen zu benutzen. Aber ich habe keinen deutschen Namen, und einen noch dazu, bei dem man Vor- und Nachname ständig verwechselt. Mein Vorname ist Montserrat; mein erster Nachname Varela. (Mein zweiter ist Navarro, aber das ist ein anderes Thema.) Weil Montserrat länger ist als Varela, werde ich häufig als Frau Montserrat angesprochen.

Also alles ziemlich verwirrend. Außerdem biete zwei Dienstleistungen an, nämlich Übersetzungen vom Deutschen ins Spanische und Lektorat spanischer Texte. Daraus entstand der Kunstname punto y (und) aparte.

puntoyaparte soll diese zwei Dienstleistungen aus einer Hand symbolisieren.

Aber was bedeutet eigentlich puntoyaparte? Ein punto y aparte kennzeichnet das Ende eines Satzes und den Anfang eines neuen Absatzes innerhalb eines Textes. In meiner Schulzeit im Fach Spanisch hatten wir viele Diktate. Bei meiner Suche nach einem Begriff für das, was ich mache, habe ich mich irgendwann an diese für mich damals leidvollen Diktate erinnert, und an diesem Spruch der Lehrerin „punto y aparte“ beim Wechseln der Absätze. Andere Sprüche sind z.B. „punto y seguido„: Ein Satz geht zu Ende, dann kommt ein neuer Satz im Absatz. Wir konnten erst aufatmen, als wir „punto final“ gehört haben …

Heute würde ich diese Diktate eher genießen, so wie ich meine Arbeit als Übersetzerin und Lektorin sehr gerne mag, beim Suchen eines sprechenden Begriffes oder beim Korrigieren eines falschen Kommas.

Ein Gedanke zu „puntoyaparte – woher der Name kommt

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