Archiv der Kategorie: Aus dem Berufsalltag

Ein Podcast der LMU über die katalanische Sprache

Katalanisch lernen an der Universität

Ein Kollege der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hatte mir vorgeschlagen, mit ihm einen Podcast über die katalanische Sprache sowie über unsere StudentInnen aufzunehmen. Ich unterrichte an der LMU seit 2013 Katalanisch für Studenten der Romanistik und für andere Studierende der Geisteswissenschaften. In einigen Semestern kommen sogar Senioren dazu.

Mein Kollege möchte eine Reihe von Podcasts mit MitarbeiterInnen und StudentInnen des Instituts für romanische Philologie an der LMU München etablieren. Die Hauptsprache aller Podcast ist Spanisch, so wie dieser mit mir. Wir schließen aber nicht aus, dass wir in Zukunft einen Podcast auf Katalanisch aufnehmen. Und vielleicht wird er auch weitere Podcasts auf Portugiesisch und Galizisch produzieren.

Podcast teils zum Lesen, teils zum Hören

Der Podcast ist auf der interne Moodle-Plattform der LMU München zugänglich. So haben leider nur Mitarbeiter und immatrikulierte Studenten Zugang zu dem Podcast. Für alle weiteren an der katalanischen Sprache interessierten Personen biete ich hier den Inhalt des Podcast an. Aus Datenschutzgründen habe ich die Fragen meines Kollegen in Text transkribiert (weiter unten als LMU), meine eigenen Antworten (weiter unten als MV) sind dann aber zu hören.

Podcast LMU

Der Podcast

LMU: Hola a todos. Hoy quiero conversar con mi colega, Montserrat Varela, sobre el catalán. En castellano, pero no descartando que en próximos podcasts lo hagamos en catalán, o que le adjuntemos a este podcast una versión catalana. Hola Montse, ¿qué tal estás?

MV: Primera respuesta

LMU: ¿Qué piensas de la actual situación del catalán? ¿Crees que los fuertes debates y conflictos de los últimos años han contribuido positiva o negativamente a la percepción del catalán como lengua por parte de los no catalanoparlantes y potenciales estudiantes del catalán?

MV: Segunda respuesta

LMU: Pues pienso que los muchos vaivenes políticos y sociales sí pueden influir. Creo que se han roto algunos puentes, y eso, si es verdad, puede despertar el interés de querer saber más sobre el asunto y querer estudiar esa lengua y cultura catalana. Pero… por otro lado no creo que no pueda causar también el efecto de percibir como incierto el estatus social y político de la lengua y, por tanto, también su prestigio. Puede, por ejemplo, mermar la voluntad de hacer un semestre o año de intercambio en una universidad catalana, ¿no crees? Y volviendo a tus estudiantes, ¿qué motivación percibes en ellos?, ¿qué valor le dan ellos a su aprendizaje, según lo que te cuentan ellos?

MV: Tercera respuesta

LMU: Son aspectos interesantes. Pues, sí, parece que el estudiantado del catalán tiene un perfil más marcado, aunque, permíteme la objeción, seguramente no todos los estudiantes del español escogen esa lengua por prestigio o por haberla estudiado ya en el instituto. Lo que me llama la atención es que dices que la mayoría de las informaciones que se reciben aquí sobre Cataluña pequen en cierto grado de perspectivismo… puede ser… y que los estudiantes que normalmente tienes en clase tienen otros canales para informarse, sobre todo por estar vinculados a las regiones catalanoparlantes más allá del mero interés filológico. Entonces ¿cómo se podrían llegar a interesar por el catalán las personas carentes de este vínculo, un vínculo digamos más bien personal? ¿Qué aspectos de la lengua catalana, como fenómeno, resaltarías?

MV: Cuarta respuesta

LMU: Estoy totalmente de acuerdo, Montse. Y me parece también un buen comentario final. Así que, nada que añadir, salvo darte las gracias por protagonizar este podcast y mostrarnos algunos aspectos relevantes de la lengua y cultura catalanas, que, por cierto, ofrecemos en nuestro instituto como segunda lengua románica y hasta un nivel B2 inicial. Esperemos que la gente se siga apuntando, siga disfrutándolo, para conocer la realidad plural plural de España, lingüística y cultural, y no solo de España, como nos has recordado. Gracias, otra vez, y hasta luego.

MV: Quinta respuesta

LMU: Perfecte. Fins aviat a tothom! [Ausgezeichnet. Bis bald allerseits!]

Weitere Blogeinträge von mir über die katalanische Sprache:

Seminar über Projektmanagement: ein Bericht

Projektmanagement – Die unsichtbare Arbeit einer Freiberuflerin

Irgendjemand hat mal mir gesagt, dass selbstständig zu arbeiten eigentlich bedeutet, dass man selbst und ständig arbeitet. Für Freiberufler wie mich bedeutet das, dass die Arbeit weder beginnt, wenn ein Auftrag bestätigt wird, noch endet, wenn wir ihn erledigen und dem Kunden lieferen.

Es gilt davor und danach viele Arbeitsschritte zu erledigen: E-Mails schreiben, das Arbeitsvolumen von Aufträgen einschätzen, eine Rechnung stellen, die Beobachtung der Zahlung, und manchmal auch das Einfordern einer ausstehenden Rechnung … Mit wenigen Kunden kann man es noch im Griff haben, aber mit der Zeit, wenn die Zahl der Kunden wächst, kann man schnell den Überblick verlieren. Weiterlesen

Deutsche Ortsnamen auf Spanisch

Geläufige deutsche Ortsnamen auf Spanisch

Bei meinem letzten Lektorat für eine Agentur, für die ich regelmäßig eine Mitarbeiterzeitschrift lektoriere, tauchte der Ortsname Brunswick auf. Zunächst habe ich an einen Fehler geglaubt, schließlich ist die Zeitschrift für Mitarbeiter eines deutschen Konzern. Ich bin zunächst nicht darauf gekommen, dass dieser Stadtname die spanische Bezeichnung eines deutschen Ortsnamens ist. Der Name kam mir holländisch vor :-)

Nach einer kurzen Recherche hatte ich es herausgefunden: es ging um die deutsche Stadt Braunschweig, und die Arbeit der Übersetzer / der Übersetzerin war einwandfrei.

Deutsche Ortsnamen auf Spanisch

Die Übersetzung von Ortsangaben ist immer ein Politikum, aber es gibt in jeder Sprache Traditionen und Namen, für die sich Übersetzungen eingebürgert haben. Ortsangaben sind  Wälder, Seen, Inseln, Meere, Berge, Regionen und Flüsse. Im Falle mancher deutscher Ortsangaben gibt es eine Reihe von Städten, die traditionell immer übersetzt werden. Die auffälligste Gruppe sind die Städten, welcher in der Zeit des römischen Reiches gegründet wurden oder von den Römern in Latein getauft wurden:

Aachen = Aquisgrán; Köln = Colonia; Trier = Tréveris; Speyer = Espira; Regensburg = Ratisbona; Wien = Viena

Übersetzungen von Ortsnamen können wörtliche Übersetzungen Königssee = Lago del Rey (See des Königs) oder die Verwendung von traditionellen Bezeichnungen Ostsee = Mar Báltico (Baltisches See) sein.

Andere deutsche Ortsnamen auf Spanisch

Andere deutsche Ortsnamen auf Spanisch sind genauso geläufig wie die oben, andere nicht. Sie alle werden aber für Landkarten, Lehrwerke oder in der Presse durchaus verwendet. Und natürlich auch bei Übersetzungen. Hier eine kleine Auswahl. Welche sind Ihnen schon bekannt?

Bayern Baviera
Sachsen Sajonia
Frankfurt am Main Fráncfort del Meno
Göttingen Gotinga
Tübingen Tubinga
Niedersachsen Baja Sajonia
Nordrhein-Westfalen Renania del Norte-Westfalia*
Rheinland-Pfalz Renania-Palatinado*
Saarland Sarre
Schwaben Suabia

Eine sehr ausführliche Liste der deutschen Ortsnamen findet man hier.