Archiv für den Monat: Mai 2014

Über Multitalente – Polysemie – oder Wege, einfache Wörter zu übersetzen

Schlauer Zug - PolysemieÜber die Polysemie

Man sagt der deutschen Sprache nach, dass sie sehr genau und präzise ist. In manchen Bereichen ist sie es auch. Ich erinnere ich mich heute noch, wie schwer es für mich als Deutschlernende vor zwanzig Jahre war, den Unterschied zwischen einziehen, ausziehen und umziehen zu verstehen. Erst mit den entsprechenden Bildern habe ich es kapiert. Oder manche Adjektive. Die Schönheit und Genauigkeit mancher deutschen Adjektive ist manchmal schwer zu übertreffen: stinksauer, stockdunkel, süßsauer, herzensgut, sterbenslangweilig, bettelarm, kohlrabenschwarz, spindeldürr, steinreich, steinalt, pudelnass usw. Aber die deutsche Sprache kann manchmal auch sehr ungenau sein, und zwar dann, wenn ein Substantiv oder ein Verb verschiedene Bedeutungen hat. Das nennt man Polysemie, von polis (viel) und sema (Zeichen). Also ein Zeichen, viele Bedeutungen. Die Polysemie kann zu Missverständnissen führen, kann aber auch eine Quelle von Kreativität und Mehrdeutigkeit sein, wie im Beispielfoto von oben und dem Wort Zug. Weiterlesen

Reden ist Gold – die direkte Rede auch

El estilo directo - die direkte RedeDer Auftrag – die direkte Rede

In einem früheren Beitrag habe ich mich mit den spanischen Satzzeichen Ausrufe- und Fragezeichen auseinander gesetzt. Nachdem ich diesen Blogbeitrag über meine Profile im Netz verbreitet hatte, fragte mich Claudia von Holten vom amiguitos Verlag, ob ich über die Schreibweise der direkten Rede auf Spanisch schreiben könnte. Vielen Dank Claudia für die Anregung! Weiterlesen

E-Book zur Blogparade über Spanien – Katja Flinzer

Das neue E-Book über Spanien

Das E-Book zur Blogparade über Spanien von Katja Flinzner ist fertig: mit neun Beiträgen ist es ein schmales, aber feines E-Book geworden. Die Autoren berichten unter anderem über ihre Erfahrungen in Spanien, über spanische Erfindungen oder über El Greco, den griechischen Maler der im 16. Jahrhundert in Toledo gewirkt hat. Unter den Beiträgen befindet sich auch einen von mir, in dem ich über den Tagesablauf in Spanien berichte: nämlich warum der Tag dort so lang ist, und seine historischen Gründe.

Die Debatte geht weiter

Die Debatte in Spanien ist voll im Gange. Im April 2014 hat die Gesundheitsministerin Ana Mato gefordert, dass Nachrichten und Sportsendungen früher beginnen, damit die Menschen entsprechend eher ins Bett gehen. Ob sie damit Erfolg hat? Meiner Meinung wird es schwierig, weil die Arbeitskultur in Spanien mitziehen sollte. Die Fernsehsendungen beginnen deswegen so spät, weil die meisten Arbeitnehmer nicht eher vor 20:00 mit der Arbeit aufhören, die Fahrzeit nach Hause nicht angerechnet. Wir bleiben gespannt … :)